Korbach. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg stellt seinen neuen Kreisbrandinspektor vor: Philip Windisch übernimmt zum 1. Oktober die Funktion des Kreisbrandinspektors – und damit die Verantwortung für den Brand- und Katastrophenschutz in Waldeck-Frankenberg. Er tritt damit die Nachfolge von Gerhard Biederbick an, der kürzlich aus seinem Amt verabschiedet wurde.
Breit gefächerter beruflicher Werdegang
Der neue Kreisbrandinspektor weist einen breit gefächerten beruflichen Werdegang vor und bringt langjährige Erfahrung im hauptberuflichen wie ehrenamtlichen Feuerwehrdienst mit. Nach dem Erwerb der Fachhochschulreife im Jahr 2007 absolvierte Philip Windisch bis 2010 eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker bei der Stadt Frankenberg. Über diesen Weg fand er auch zur Freiwilligen Feuerwehr. Es folgte eine Ausbildung im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst bei der Bundeswehrfeuerwehr. Von 2013 bis 2021 war der gebürtige Frankenberger als Beamter im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst bei der Universitätsstadt Marburg tätig. Parallel dazu absolvierte er ein Fernstudium im Vorbeugenden Brandschutz an der TAS Kaiserslautern. Im Anschluss folgte der Aufstieg in den gehobenen Dienst bei der Berufsfeuerwehr Offenbach am Main, wo er zuletzt als Einsatzführungsdienst und Wachgruppenführer tätig war.
Auf gute Grundlagen aufbauen
Mit Blick auf seine neue Aufgabe im Landkreis es Waldeck-Frankenberg betont Philip Windisch: „Es wird anders, aber es wird sich auch nicht alles ändern. Ich möchte die gute geschaffene Grundlage von meinem Vorgänger entsprechend nutzen und diese für die Zukunft weiterentwickeln. Das Ehrenamt muss entsprechend weiter gestärkt werden und für dieses werde ich selbstverständlich immer ein offenes Ohr haben.“ Ein besonderer Schwerpunkt seiner zukünftigen Arbeit wird auf der Weiterentwicklung der Kreisausbildung liegen. Durch die anstehende Überarbeitung der Feuerwehr-Dienstvorschrift stehen Veränderungen bevor, die nur in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Kreisausbildern bewältigt werden können. Zugleich misst Philip Windisch, der künftig auch den Fachdienst Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises leitet, dem Zivil- und Katastrophenschutz einen hohen Stellenwert bei: Neue Konzepte sollen entwickelt und umgesetzt werden, um den Landkreis auch in diesem Bereich zukunftsfähig aufzustellen. Ein weiterer Fokus wird auf der Aufklärung der Bevölkerung zur Vorbereitung auf Krisenfälle liegen.
Auch die Notfallrettung wird zu seinen zentralen Aufgaben gehören: „Die Überarbeitung des Gesetzes zur Reform der Notfallversorgung sowie die im Frühjahr beschlossene Krankenhausreform stellen die Verantwortlichen vor Herausforderungen“, sagt er. Ziel sei es, die Notfallversorgung im Landkreis weiterhin leistungsfähig zu gestalten und die bestmögliche Versorgung der Einwohner
sicherzustellen. „Natürlich wird es zudem notwendig sein, den Landkreis ebenfalls weiterhin gut für den Bereich des Brandschutzes und der allgemeinen Hilfeleistung aufzustellen, um die
Städte und Gemeinden zu unterstützen“, so der neue Kreisbrandinspektor. Dabei gelte es insbesondere, sich auf klimabedingte Veränderungen sowie auf die sich stetig weiterentwickelnde Technik einzustellen und sich entsprechend darauf vorzubereiten.
Freiberuflich und ehrenamtlich engagiert
Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit ist Philip Windisch seit vielen Jahren auch freiberuflich und ehrenamtlich engagiert. Von 2020 bis 2025 arbeitete er als freiberuflicher Dozent und Ingenieur im vorbeugenden Brandschutz. Ehrenamtlich ist er seit 2009 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Frankenberg und war von 2020 bis 2026 stellvertretender Wehrführer. Seit 2014 war er zudem als Kreisausbilder für die Lehrgänge Truppmann, Truppführer und Absturzsicherung tätig. „Wir freuen uns, mit Philip Windisch einen fachlich versierten und erfahrenen neuen
Kreisbrandinspektor gewonnen zu haben“, sagen Landrat Jürgen van der Horst und der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese. „Er wird die erfolgreiche Arbeit im Brand- und Katastrophenschutz fortführen und nachhaltig weiterentwickeln – und den Landkreis in diesem Bereich zukunftsweisend aufstellen.“














